Naturnaher Garten

Wildblumenwiese im naturnahen Garten (G. Franke)
Wildblumenwiese im naturnahen Garten (G. Franke)

„Gärten erfüllen neben sozialen und ökonomischen auch ökologische Funktionen. Sie stellen wichtige Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere dar, vorausgesetzt, sie werden nachhaltig bewirtschaftet und gepflegt, und sind möglichst vielfältig gestaltet. Je abwechslungsreicher und größer ihre Fläche und je mehr sie mit benachbarten Grünflächen vernetzt sind, desto besser wirken sie auch als Trittsteine im Biotopverbund. Dieser ermöglicht, dass Tiere zwischen Biotopen wandern und Nahrungsknappheit oder Lebensraumstörungen ausweichen können. Viele Vogelarten etwa nutzen das Nahrungsangebot in unseren Gärten, vor allem Insekten und Samen. Daneben haben Gärten auch eine positive Wirkung auf das Kleinklima, den Wasserhaushalt und die Bodenneubildung.

 

Im Garten sollten heimische Pflanzen den Vorzug haben, denn unsere heimischen Tiere haben sich im Laufe der Evolution an sie angepasst und stellen sich ein, wenn sie genug Nahrung finden. Auch eine naturgerechte Bewirtschaftung, eine geringe Bodenversiegelung und der Verzicht auf Pestizide und chemische Dünger führen vor allem bei Insekten, Vögeln und Wildpflanzen zu einem gesteigerten Artenreichtum. Gartenecken, in denen sich die Natur frei entfalten darf, und Lebensraumangebote wie Hecken aus Wildgehölzen, Holz-, Reisig-, Laub- und Steinhaufen existieren, sind willkommene Lebensräume. Trockenmauern, Wiesen, Teiche und offene Bodenstellen bieten vielen Tieren Nahrung, Unterschlupf und Nistmaterial. Künstliche Nisthilfen und Quartiere für Vögel, Fledermäuse und Insekten ergänzen das Angebot.“(nabu)

Wichtige Informationen und Tipps finden Sie – hier in diesen Videos

Gartenmarkt am 01.06. und 02.06.2019 in Bad Herrenalb

Wir freuen uns, wenn wir Sie an unserem Stand der NABU-Ortsgruppe beim Gartenmarkt in Bad Herrenalb begrüßen können. Der Gartenmarkt ist an beiden Tagen zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet. Voraussichtlich finden Sie uns an Stand 2 (entspr. Lageplan)

Gartenmarkt - Bad Herrenalb, Kurpark
Gartenmarkt - Bad Herrenalb, Kurpark
Wildbiene auf einer Kamillenblüte (G. Franke)
Wildbiene auf einer Kamillenblüte (G. Franke)

Was muss man bei der Anlage eines naturnahen Gartens bedenken?

-          Überlegt planen, anlegen und pflegen

-          Garten soll sich in die Landschaft einfügen

-          Balance zwischen natürlicher Unordnung und gestalteter Struktur

-          Bodenverhältnisse und Klimabedingungen beachten

-          Lichtverhältnisse bei der Pflanzenauswahl beachten

-          Vorrang für europäische Stauden und Gehölze

-          Reich gegliederter Garten, neben gepflegten Flächen auch ungepflegte (Wiesenstücke, Brennnesseln, Reisighaufen, Steinhaufen)

-          Regulierend eingreifen – es gibt keine Unkräuter, nur an manchen Stellen ungewollte Kräuter

-          Nistkästen, Insektenhotel, Komposthaufen, Trockenmauer

-          Wiesenstücke, die nicht ständig gemäht werden, Blühflächen und –Streifen

-          Gartenteich, wenn möglich – Grundausstattung des naturnahen Gartens, zieht eine Heerschar von Lebewesen an

-          Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel – überlassen Sie den Pflanzenschutz den kleinen Helfern

 

-          Die beste Art, Schädlingen den Appetit zu verderben, ist die Wahl standortgerechter und robuster Pflanzen und Gehölze

In einen reich gegliederten, naturnahen Garten mit verschiedenen Lebensräumen finden sich viele Tiere ein, wie diese Zauneidechse (G. Franke)
In einen reich gegliederten, naturnahen Garten mit verschiedenen Lebensräumen finden sich viele Tiere ein, wie diese Zauneidechse (G. Franke)
Beim Anlegen von Blühstreifen mit einheimischen Pflanzen finden sich viele Insekten ein, wie diese Honigbiene auf Vergissmeinnicht-Blüten (G. Franke)
Beim Anlegen von Blühstreifen mit einheimischen Pflanzen finden sich viele Insekten ein, wie diese Honigbiene auf Vergissmeinnicht-Blüten (G. Franke)
Grüner Scheinbock-Käfer auf einer Blüte der Kornrade (G. Franke)
Grüner Scheinbock-Käfer auf einer Blüte der Kornrade (G. Franke)
Zierlicher Prachtkäfer auf einer Hahnenfußblüte (G. Franke)
Zierlicher Prachtkäfer auf einer Hahnenfußblüte (G. Franke)
Kleiner Permutterfalter auf Sommerflieder (G. Franke)
Kleiner Permutterfalter auf Sommerflieder (G. Franke)
Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist gern gesehen im Garten und ein Helfer bei der Schädlingsbekämpfung - er ernährt sich von Blatt- und Schildläusen (G. Franke, Spielberg 06.04.2019)
Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist gern gesehen im Garten und ein Helfer bei der Schädlingsbekämpfung - er ernährt sich von Blatt- und Schildläusen (G. Franke, Spielberg 06.04.2019)
Sumpf-Dotterblumen im Gartenteich - ein wichtiger Bestandteil des naturnahen Gartens  (G. Franke, 09.04.2019)
Sumpf-Dotterblumen im Gartenteich - ein wichtiger Bestandteil des naturnahen Gartens (G. Franke, 09.04.2019)

NABU-Blühfläche

In Absprache und mit Unterstützung der Familie Jansen, haben wir die Möglichkeit, ab 2019 auf dem Gelände der Baumschule/ Garten-Oase Jansen, Taubenbrunnenwiesen 1, 76307 Karlsbad, eine Blühfläche von ca. 60 m x 20 m zu gestalten. Auch die Kindergruppe der Ortsgruppen von NABU und BUND werden hier mit eingebunden. In diese Fläche integriert werden Elemente des naturnahen Gartens, wie Reisighaufen, Baumstubben und Steinhaufen. Ab Mai 2019 sollen sich die Besucher an dieser Blühfläche erfreuen können und Anregungen für den heimischen Garten erhalten. Mit diesem Projekt wollen wir einen Beitrag leisten, um die heimische Artenvielfalt zu erhalten.

 

 

Das Anlegen der Blühfläche begann mit dem Arbeitseinsatz am 30.03.19, wo Reisig- und Steinhaufen aufgeschichtet und Wurzelstubben platziert wurden. Der Boden wurde vorher umgebrochen. (Fotos: G. Franke)

Anfang April wurde durch die Firma Jansen die Wildblumenmischung und die Rasenansaat für die Wege ausgebracht.

mittlerweile, am 07.05.19 sprießt das erste Grün.
mittlerweile, am 07.05.19 sprießt das erste Grün.
zukünftige Blühfläche am 07.05.2019 - Ende Mai werden dann die Schilder gestellt
zukünftige Blühfläche am 07.05.2019 - Ende Mai werden dann die Schilder gestellt

Machen Sie uns stark

Naturschutzjugend