Morcheln, Lorcheln und Becherlinge

Tintenfischpilz (Clathrus archeri)

 

Diesen Pilz aus der Gattung der Rutenpilzartigen fand G. Franke am 06.09.2017 zwischen Karlsbad-Ittersbach und K.-Langensteinbach. Der Pilz entwickelt sich aus einem Hexenei. Die Art wurde nach Deutschland eingeschleppt – man vermutet mit Pilzsporen in Schafwolle aus Australien oder Neuseeland. Die ersten vermerkten Funde gehen in das Jahr 1930 zurück.
Der Tintenfischpilz ist mit der Stinkmorchel Phallus impudicus und mit der Hundsrute Mutinus caninus verwandt und verströmt wie diese einen unangenehmen Aasgeruch.

G. Franke
G. Franke

Gemeine Stinkmorchel (Phallus impudicus)

 

Diesen Pilz fand G. Franke am 07.09.2017 im Mischwald bei Dobel. Bevor er zu sehen war, kündigte bereits der unangenehme Geruch seine Anwesenheit an. Dieser Pilz entwickelt sich aus einem Hexenei. Die schleimige, dunkelgrüne Masse (Gleba), die den Geruch ausströmt und die Sporen enthält, lockt Insekten an, die die Masse aufnehmen und dadurch für die Verbreitung der Art sorgen.

 

Wissenswertes:

Gemeine Stinkmorchel gehört zu den sogen. „Rutenpilzen“, deren Arten allesamt diesen typischen Aasgeruch ausströmen. Das Hexenei allerdings riecht nach Rettich. Zu den bei uns wachsenden Rutenpilzen gehören außer der unten angegebenen Europäischen Schleierdame noch der Tintenfischpilz und die Gemeine Hundsrute.

 

Ähnliche Arten:

 

Die wärmeliebende Europäische Schleierdame besitzt zusätzlich einen herabhängenden, netzartigen, weißen „Scheier“. 

G. Franke
G. Franke

Weitere Informationen sind zu finden unter:

https://www.123pilzsuche.de/daten/details/Stinkmorchel.htm

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