Restliche Nichtblätterpilze

Blutroter Borstenscheibling (Hymenochaete cruenta)

 

Bei diesem lebhaft blutroten Rindenpilz haben wir es mit einem echten Spezialisten zu tun. Er wächst nur in auf der Astrinde alter Weißtannen, also in zehn bis zwanzig Metern Höhe. Am besten geht man im Schwarzwald nach einem Sturm in einen Wald mit alten Weißtannen und schaut nach herabgefallenen Ästen. 

Seinen Namen hat die Gattung der Borstenscheiblinge aufgrund ihrer dornenartigen Zellen, die man aber nur beim Mikroskopieren oder mit einer sehr starken Lupe sehen kann.

Die Borstenscheiblinge sind eng mit den Feuerschwämmen (Gattung Phellinus) und Schillerporlingen (Gattung Inonotus) verwandt.

Der abgebildete Fruchtkörper maß etwa 4 x 2 cm und wuchs auf einem Weißtannenast, der später zu Boden gefallen war. Das Biotop ist ein Fichten- Tannen-Moorrandwald bei Oberreichenbach (NSG Waldmoor-Torfstich).

 

Weiterführende Literatur:

 

https://www.123pilzsuche.de/daten/details/Blutborstenscheibling.htm

Foto: B. Miggel
Foto: B. Miggel
Foto: B. Miggel
Foto: B. Miggel

Gelbe Lohblüte, blasse Farbform (Fuligo septica)

 

Ein Komposthaufen birgt mancherlei Überraschungen. So findet sich im eigenen Garten fast in jedem Frühsommer eine riesige Schleimpilzkolonie ein.
Es handelt sich um die Gelbe Lohblüte, aber stets in einer blassen, etwa cremefarbenen Farbform (oberes Bild).
Dann, einige Tage später, geht die Farbe fast schlagartig ins Bräunliche über, wobei die Verbindungen zwischen den einzelnen "Placken" erst noch hell bleiben. Bei einzelnen dieser Verbindungen schlägt ein leichter Rosaton durch (unteres Bild).

 

Wissenswertes:

Die Schleimpilze bilden in der Natur neben den Tieren, Pflanzen und Pilzen eine eigene Organismengruppe. Sie zählen also keineswegs zu den Pilzen.

 

Weiterführende Literatur:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schleimpilze#Systematik

 

https://fundkorb.de/pilze/fuligo-septica-gelbe-lohbl%C3%BCte

B. Miggel
B. Miggel
B. Miggel
B. Miggel

Gestreifter Teuerling – Cyathus striatus

 

Am 14.11.2017 fand Gerold Franke im Mischwald zwischen den Diebswiesen und Marxzell-Pfaffenrot diese Pilze, die man leicht übersehen kann. Die Fruchtkörper, kleine Schüsseln, haben nur einen Durchmesser von 5 – 10 mm. In ihnen liegen weißliche Sporenbehälter, die vom Regen ausgespült werden. Die Pilze wuchsen auf einem moosbewachsenem Aststück, das auf dem Boden lag.
Außer dem Gestreiften Teuerling gibt es noch andere Teuerlingsarten, wie z.B den Tiegel- und den Topfteuerling. Im Buch „Die Welt der Pilze“ von Dörfelt & Görner wird auf die oben erwähnten Sporenbehälter Bezug genommen: „... Da diese Gebilde wie kleine Münzen in einem Becher aussehen, glaubte man, sie seien bei reichlichem Vorkommen, z.B. im Getreide, ein Omen dafür, dass die Ernte recht teuer verkauft werden könne und sehr viel Geld einbringen werde.“

G. Franke
G. Franke

Halskrausenerdstern – Geastrum triplex

 

Diesen Erdstern fand G. Franke am 15.10.2017 zwischen dem „Käpple“ bei Loffenau und dem Bernstein. Auf der „Halskrause“ sitzt der Sporenbehälter. Der Pilzdurchmesser betrug in diesem Fall ca. 4 cm. Heinrich Dörfelt beschreibt in seinem Buch „Die Erdsterne“ von 1984 zwanzig Geastrum-Arten. Als typischen Lebensraum gibt er für unsere Art sommerwarme, mesophile (optimale Temperatur 20-45 Grad Cel.) oder wechselfeuchte Laubwälder an.

G. Franke
G. Franke

Verwechslungsmöglichkeiten:

Wenn man auf die typische „Halskrause“ achtet, ist eine Verwechslung praktisch ausgeschlossen.

Weitere Informationen sind zu finden unter:

 

https://www.123pilzsuche.de/daten/details/Halskrausenerdstern.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Halskrausen-Erdstern

Breitblättrige Glucke (Sparassis brevipes)

 

Die Breitblättrige Glucke fand G. Franke am 18.08.2019 in der Nähe von Calmbach. Sie wächst am Wurzelgeflecht von Laubbäumen, seltener an Nadelholz. Im Schwarzwald findet man sie häufig an Weißtannen. Diese Art ist eng verwandt mit der Krausen Glucke, die jedoch feingliedriger ist, meist an Kiefernstümpfen wächst und etwas häufiger vorkommt. Bei vielen Pilzfreunden ist die Breitblättrige Glucke ein begehrter Speisepilz. Die Glucken leben als Schwächeparasiten und Saprobionten und hinterlassen im Holz eine Braunfäule.

G. Franke
G. Franke

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