Staude des Jahres 2018 - Taglilie

Von dieser Pflanzengattung gibt es in Deutschland keine Wildformen. Man findet die von Staudenärtnern angebotenen Züchtungen in vielen Gärten.

Informationen des Bundes deutscher Staudengärtner sind folgend zu finden.

Staude-des-Jahres2018.docx
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Gelbrote Taglilie (Manfred Heyde, Fotoclub NABU)
Gelbrote Taglilie (Manfred Heyde, Fotoclub NABU)

Staude des Jahres 2017 - die Bergenie (Bergenia)

Mit der Bergenie wurde eine aus den Gebirgsregionen Ostasiens stammende Gattung zur Staude 2017 gewählt. Sie bringt Belebung und Kontraste in Gärten. In Deutschland gibt es keine natürlichen Vorkommen.

Staude des Jahres 2016 - die Gattung Iris (Schwertlilie)

Iris pseudacorus (Gelbe Schwertlilie) bei Ittersbach (Foto: G. Franke, 2008)
Iris pseudacorus (Gelbe Schwertlilie) bei Ittersbach (Foto: G. Franke, 2008)
Iris sibirica (Sibirische Schwertlilie) - in Baden-Württemberg stark gefährdet (Foto: NABU/ I. Ludwichowski)
Iris sibirica (Sibirische Schwertlilie) - in Baden-Württemberg stark gefährdet (Foto: NABU/ I. Ludwichowski)

„Berlin (dpa/tmn) - Die Iris wird im Jahr 2016 den Titel "Staude des Jahres" tragen. Grund dafür ist ihr hoher Wert für die Gartengestaltung, denn die vielen Arten der Iris gibt es in unzähligen Blütenfarben - etwa in Weiß über Gelb, Orange, Rot und Blau bis fast Schwarz.

Diese tragen die Blüten dazu noch in schönen Farbverläufen und abwechslungsreichen Mustern wie Tupfen, Sprenkeln oder feinen Aderungen. Benannt wurde die Pflanze daher auch nach der griechischen Göttin des Regenbogens, Iris, erklärt der Bund deutscher Staudengärtner (BdS). Ein anderer Name der Gattung ist Schwertlilie. Es gibt mehr als 200 Arten - ein paar Beispiele:

Für die Bepflanzung in Gruppen: Beliebt in den Gärten Deutschlands ist die Bart-Iris, die im Mai und Juni blüht. 60 bis 110 Zentimeter hohe Sorten machen sich am besten, wenn sie in Gruppen wachsen, rät BdS-Mitglied Aglaja von Rumohr. Eine besondere Empfehlung darunter ist die Sorte 'Ruban Bleu' der Barbata-Elatior-Iris, sie duftet gut. Die sogenannten Rebloomer, etwa die gelbe Sorte 'Total Recall' erblühen im Herbst ein zweites Mal, auch wenn der Hobbygärtner sie zuvor nicht zurückschneidet.

Für naturnahe Beete: Wildarten wie die Steppen-Schwertlilie (Iris spuria) und die Bleiche Schwertlilie (Iris pallida) sind schlichter und eignen sich daher gut für der Natur ähnlich angelegte Bepflanzungen. Gut dazu passen Pflanzen mit grauem Laub wie der Lavendel oder das Heiligenkraut, empfiehlt von Rumohr. Besonders Iris spuria ist mit straff aufrechtstehenden Blättern ein guter Strukturbildner im Hintergrund des Beetes.

Für den Teich: Die Wiesen-Iris (Iris sibirica) mit zierlichen blauen oder violetten Blüten und die Sumpf-Iris (Iris pseudacorus) mit gelben Blüten mögen es feucht. Sie eignen sich daher für die Bepflanzung am Rand eines Teichs. Allerdings sollte die Wiesen-Iris hier vor Staunässe geschützt sein, der Sumpf-Iris macht das nichts aus.

Für den Topf: Die Zwerg-Iris blüht früher als die anderen Arten bereits im Februar und März. Dann bieten Gärtner sie im Topf an, nach der Blüte kann der Hobbygärtner sie in den Garten setzen. Dort machen sie sich etwa im Steingarten gut. Beispiele für diese Wuchsform sind die Kleine Netzblatt-Iris (Iris reticulata), die Iris histrioides und die Amerikanische Zwerg-Iris (Iris lacustris). Ihre Besonderheit: Sie bilden Zwiebel statt der üblichen Rhizome. Eine später blühende Art ist die Niedrige Bart-Iris (Barbata-Nana-Gruppe), sie zeigt ihren Reiz im April und Mai.

Staudengärtnerin Aglaja von Rumohr rät, die Iris am besten nicht weit vorne im Beet zu positionieren. Denn nach der Blüte verlieren auch ihre Blätter an Attraktivität. Daher ist es gut, wenn die Partner im Beet davon ablenken. Die gängigen Iris-Arten bevorzugen einen vollsonnigen, eher trockenen Standort. Eine Ausnahme ist etwa die Wiesen-Iris, sie mag auch halbschattige Plätze. Wie so viele andere Pflanzen mögen Iris gar keine Staunässe, denn dann können ihre Rhizome faulen. Ausgenommen davon ist natürlich die Sumpf-Iris.“ (Süddeutsche Zeitung)


Die Iris (Schwertlilie) ist eine Gattung der Familie Iridaceae (Schwertlieliengewächse).  Urwüchsig kommen bei uns die Arten Iris sibirica (Sibirische Schwertlilie) und Iris pseudacorus (Gelbe Schwertlilie, Sumpf-Schwertlilie) vor. Beide Arten sind in Baden-Württemberg anzutreffen.


Iris sibirica (Sibirische Schwertlilie) blau blühend

Sie gilt in Baden-Württemberg als stark gefährdet. Blütezeit ist Mai – Juni.
Man findet sie in wechselnassen und auf zeitweise überschwemmten Flächen, in moorigen Wiesen und an Gräben. Am Oberrhein nördlich von Karlsruhe und am Bodensee ist sie noch etwas häufiger anzutreffen.


Iris pseudacorus (Gelbe Schwertlilie, Sumpf-Schwertlilie) gelb blühend

Sie ist in Baden-Württemberg noch relativ häufig an nährstoffreichen, sonnig bis halbschattigen Ufern von Teichen und Bächen, an Gräben, Verlandungsflächen und in Sumpfwäldern anzutreffen. Blütezeit ist Mai bis Juni. Sie wächst auch in unserer unmittelbaren Umgebung bei Ittersbach und Auerbach.

Staude des Jahres 2015 - die Gattung Segge (Carex)

(Fotos: G. Franke)

Vom „Bund der Deutschen Staudengärtner“ wurde die Gattung Segge (Carex) zur Staude des Jahres 2015 gewählt.

 

Züchtungen der Gattung Carex sind mittlerweile in vielen Gärten und Parks eingezogen. Die Angebote in Gärtnereien werden immer umfangreicher. Die Gattung ist sehr formenreich, bildet schöne Kontraste zu Gartenblumen und Kräutern und ist für alle Standorte geeignet.

 

Die Gattung Carex gehört zur Familie der Riedgrasgewächse, Sauergräser (Cyperaceae). Es gibt unterschiedliche Angaben zur Artenzahl weltweit – es wird von ca. 1500 – 2000 Arten ausgegangen. In Europa sind davon ca. 100 Arten zu finden und im Umkreis von ca. 25 km um Karlsbad und Waldbronn sind es ca. 27 Arten.

Bis auf die Gebiete des ewigen Eises und des tropischen Tieflandes sind Seggen überall zu finden, besonders häufig an feuchten und nassen Standorten von der Ebene bis ins Hochgebirge.

Die Schönheit und das Interessante der Pflanzen erschließt sich oft erst auf dem zweiten Blick beim genauen Hinsehen.

 

Die Seggen werden untergliedert in:

  1.  Einährige Seggen (nur ein Ährchen am Ende des Stengels, dabei können die Ährchen je nach Art ein- und auch zweigeschlechtig sein)
  2. Gleichährige Seggen (mehrere Ährchen mit weiblichen und männlichen Blüten in einer Ähre)
  3. Verschiedenährige Seggen (mehrere Ährchen, jede Ähre nur mit weiblichen oder männlichen Blüten)

Auch bei dieser Gattung gibt es besondere Seltenheiten, die man kaum einmal zu Gesicht bekommt. Dabei handelt es sich um Pflanzen, die an ihrer Verbreitungsgrenze vorkommen, deren Biotope immer seltener anzutreffen sind und die durch Flächenverbrauch und Intensivierung in der Land- und Forstwirtschaft immer seltener anzutreffen sind. Dazu zählen u.a. die Grannen-Segge (Carex atherodes), die Steppen-Segge (Carex supina), Scheiden-Segge (Carex vaginata), Monte-Baldo-Segge (Carex baldensis), Zypergras-Segge (Carex bohemica), Wenigblütige Segge (Carex pauciflora), Kleingrannige Segge (Carex microglochin), die Floh-Segge (Carex pulicaris) und die Zweihäusige Segge (Carex dioica).

 

Im Umkreis von ca. 25 km um Walbronn und Karlsbad sind folgende Seggen zu finden:


Carex acutiformis (Sumpf-Segge)           Carex alba (Weiße Segge)
Carex brizoides (Zittergras-Segge)          Carex canescens (Grau-Segge)
Carex caryophylea (Frühlings-Segge)    Carex demissa (Aufsteigende Gelbsegge)
Carex disticha (Kamm-Segge)                   Carex elata (Steife Segge)
Carex divulsa (Lockerährige Segge)        Carex echinata (Stern-Segge)
Carex flacca (Blau-Segge)                           Carex hirta (Behaarte Segge)
Carex montana (Berg-Segge)                    Carex muricata agg. (Artengr. Sparrige Segge)
Carex nigra (Braun-Segge, Wiesen-S.)  Carex ornithopoda (Vogelfuß-Segge)
Carex ovalis (Hasen-Segge)                        Carex pallescens (Bleiche Segge)
Carex panicea (Hirsen-Segge)                   Carex paniculata (Rispen-Segge)
Carex pendula (Hänge-Segge)                  Carex pilulifera (Pillen-Segge)
Carex remota (Winkel-Segge)                  Carex spicata (Dichtährige Segge)
Carex sylvatica (Wald-Segge)                    Carex tomentosa (Filz-Segge)
Carex vesicaria (Blasen-Segge)

 

Als  Nutzpflanzen (ausgenommen die gärtnerische Nutzung) sind die Seggen von geringer Bedeutung. Carex brizoides wurde früher als Polstermaterial verwendet. Die Seggen eignen sich jedoch als Zeigerpflanzen für wichtige Standortfaktoren.

Fotos: G. Franke

Gattung Carex (Segge) in der Umgebung von Karlsbad und Waldbronn
Vorkommen der Rispen-Segge (Carex paniculata) bei Dietlingen - die Pflanze bildet große Horste
Standort der äußerst seltenen Grannen-Segge (Carex atherodes) südwestl. von Nauen - die Pflanze besiedelt kleine Waldteiche und Sümpfe
Standort der äußerst seltenen Grannen-Segge (Carex atherodes) südwestl. von Nauen - die Pflanze besiedelt kleine Waldteiche und Sümpfe
Ähre mit weiblichen Blüten und Pflanze der Hirse-Segge (Carex panicea) bei Karlsbad-Spielberg
Ähre mit weiblichen Blüten und Pflanze der Hirse-Segge (Carex panicea) bei Karlsbad-Spielberg
Frühlings-Segge (Carex caryophyllea) bei Pfinzweiler auf einer mageren Streuobstwiese
Frühlings-Segge (Carex caryophyllea) bei Pfinzweiler auf einer mageren Streuobstwiese
Ähre mit weiblichen Blüten der Blasen-Segge (Carex vesicaria) bei Auerbach - im sumpfigen Bereich einer Wiese
Ähre mit weiblichen Blüten der Blasen-Segge (Carex vesicaria) bei Auerbach - im sumpfigen Bereich einer Wiese
Vogelfuß-Segge (Carex ornithopoda) an einem Waldwegrand im Auwald bei Karlsruhe
Vogelfuß-Segge (Carex ornithopoda) an einem Waldwegrand im Auwald bei Karlsruhe
Carex arenaria (Sand-Segge) Im Gegensatz zu vielen anderen Seggen wächst sie auf trockenem, magerem Sandboden und treibt Ausläufer (gefunden bei Pritzerbe/ Brandenburg)
Carex arenaria (Sand-Segge) Im Gegensatz zu vielen anderen Seggen wächst sie auf trockenem, magerem Sandboden und treibt Ausläufer (gefunden bei Pritzerbe/ Brandenburg)
Carex pauciflora (Armblütige Segge) - seltene Seggenart, meist auf nährstoffarmen, sauren Torfböden anzutreffen, auch im Schwarzwald und im Alpenvorland
Carex pauciflora (Armblütige Segge) - seltene Seggenart, meist auf nährstoffarmen, sauren Torfböden anzutreffen, auch im Schwarzwald und im Alpenvorland
Carex grayi (Morgenstern-Segge) aus Nordamerika stammende Art, in Deutschland gezüchtet und in Gärtnereinen vertrieben - an einen mittelalterlichen Morgenstern erinnernden Blüten- und Samenstand
Carex grayi (Morgenstern-Segge) aus Nordamerika stammende Art, in Deutschland gezüchtet und in Gärtnereinen vertrieben - an einen mittelalterlichen Morgenstern erinnernden Blüten- und Samenstand

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